Zahnpflege beim Hund

Zahnpflege beim Hund: Tipps für ein strahlendes Hundegebiss

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Ein freudiges Schwanzwedeln, ein spielerischer Blick und ein breites Lächeln – das ist es, was wir an unseren Hunden lieben. Und genau dieses Lächeln verzückt uns nicht nur, sondern ist auch ein Spiegel der Hundegesundheit. Stell Dir vor, Du könntest das strahlende Lächeln Deines vierbeinigen Gefährten bewahren. Die gute Nachricht ist: Das kannst Du! In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Hundezahnpflege ein. Wir enthüllen die Gründe, warum die Pflege der Hundezähne so wichtig ist, und teilen praktische Tipps, wie Du das Lächeln zum Leuchten bringst.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hund hat im Durchschnitt etwa 42 Zähne, abhängig von Rasse und Größe.
  • Die Zahnpflege beeinflusst die Gesundheit und das Wohlbefinden Deines Hundes, auch die Vierbeiner können Zahnprobleme wie Zahnstein, Entzündungen und Karies haben.
  • Schlechte Zahngesundheit kann zu Verdauungsproblemen führen, da das Kauen erschwert wird, fortgeschrittene Zahnprobleme können sogar einen Zahnverlust nach sich ziehen.
  • Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt unterstützen die Früherkennung.
  • Hilfsmittel für die Zahnpflege: spezielle Hundezahnbürsten und -zahnpasten.
  • Kauspielzeug und zahngesunde Leckerlis tragen zur Zahnreinigung bei.
  • Professionelle Zahnreinigungen beim Tierarzt können bei hartnäckigem Zahnstein notwendig sein.

Wie viele Zähne hat ein Hund?

Hast Du Dich jemals gefragt, wie viele Zähne Dein treuer Vierbeiner eigentlich hat? Hunde haben im Durchschnitt etwa 42 Zähne, abhängig von ihrer Rasse und Größe. Die genaue Anzahl kann variieren, aber in der Regel haben erwachsene Hunde 20 Zähne im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer.

Die Zahnstruktur von Hunden ist an ihre natürliche Ernährung und Lebensweise angepasst. Ihre Zähne sind speziell darauf ausgerichtet, Beute zu reißen, zu zerkleinern und zu kauen. Dies erklärt, warum sie im Vergleich zu menschlichen Zähnen oft schärfer und kräftiger wirken.

Die verschiedenen Zahnarten erfüllen unterschiedliche Funktionen. Die vorderen Zähne, auch als Schneidezähne bekannt, dienen dazu, Fleisch von Knochen zu trennen und Beute festzuhalten. Die scharfen Eckzähne ermöglichen das Ergreifen und Halten von Nahrung. Die vorderen Backenzähne sind für das Zerkleinern zuständig, während die hinteren Backenzähne dazu dienen, die Nahrung gründlich zu kauen und zu mahlen.

Da die Zahngesundheit einen direkten Einfluss auf die allgemeine Gesundheit Deines Hundes hat, ist es von großer Bedeutung, sich um sein Gebiss zu kümmern. Die richtige Zahnpflege kann Zahnproblemen vorbeugen und sicherstellen, dass Dein Vierbeiner ein strahlendes Lächeln behält. Schauen wir uns also genauer an, warum die Pflege der Zähne Deines Hundes so wichtig ist und wie Du sie am besten umsetzen kannst.

 Zähne und Gebiss des Hundes

Deshalb ist Zahnpflege beim Hund wichtig

Bei einem Hundegebiss geht es mehr als nur um gepflegtes Aussehen. Genau wie Menschen können auch Hunde an Zahnproblemen wie Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Karies leiden. Vernachlässigte Zahnpflege kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, die nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen können. Hier sind einige Gründe, warum die Zahnpflege bei Deinem Hund so wichtig ist:

  • Zahnprobleme beim Hund vermeiden: Regelmäßige Zahnpflege kann dazu beitragen, Zahnstein und Plaquebildung zu verhindern. Zahnstein kann sich auf die Zähne auswirken und zu Entzündungen des Zahnfleischs führen.
  • Zahnfleischerkrankungen beim Hund vorbeugen: Zahnfleischerkrankungen wie Gingivitis können schmerzhaft sein und den gesamten Organismus beeinflussen. Unbehandelte Zahnfleischerkrankungen können sogar das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.
  • Die allgemeine Gesundheit erhalten: Eine schlechte Zahngesundheit kann zu Verdauungsproblemen führen. Ganz einfach deshalb, weil Dein Hund, dadurch Schwierigkeiten beim Kauen und Zerkleinern von Nahrung haben kann. Dies kann sich wiederum auf die Nährstoffaufnahme auswirken.
  • Zahnverlust bei Hunden vorbeugen: Fortgeschrittene Zahnprobleme können letztendlich zu Zahnverlust führen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern beeinträchtigt womöglich auch die Lebensqualität Deines Hundes.

 

Gibt es Zahnspangen für Hunde?

Ja, es gibt tatsächlich Zahnspangen für Hunde, die in einigen Fällen zur Anwendung kommen können. Ähnlich wie beim Menschen können auch Hunde Zahnfehlstellungen oder Kieferprobleme haben, die eine Korrektur erfordern. Zahnspangen für Hunde werden normalerweise von Tierärzten empfohlen, wenn es deutliche Probleme mit dem Gebiss gibt, die das Wohlbefinden oder die Gesundheit des Hundes beeinträchtigen könnten.

Die Anwendung von Zahnspangen bei Hunden ist jedoch weniger verbreitet als beim Menschen, da Hunde oft unempfindlicher auf leichte Fehlstellungen reagieren und einige Fehlstellungen für ihre Lebensqualität möglicherweise nicht so problematisch sind. Tierärzte und Tierzahnärzte werden in der Regel eine gründliche Untersuchung durchführen, um festzustellen, ob eine Zahnspange für den Hund erforderlich ist.

Wenn es um die Gesundheit und das Wohlbefinden Deines Hundes geht, ist es immer wichtig, professionellen Rat einzuholen. Wenn Du Bedenken hinsichtlich der Zahnstellung oder des Gebisses Deines Hundes hast, solltest Du Dich an einen Tierarzt oder einen Tierzahnarzt wenden, um eine angemessene Diagnose und Empfehlungen zu erhalten.

Hund putzt Zähne

7 Tipps für die Zahnpflege bei Hunden

Damit das Lächeln Deines Hundes leuchtet, ist eine angemessene Zahnpflege von entscheidender Bedeutung. Keine Sorge, es ist einfacher, als Du denkst! Hier sind einige Tipps, die Dir helfen werden, die Zähne Deines Hundes in Topform zu halten.

  1. Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt

Beginne frühzeitig mit regelmäßigen Zahnkontrollen beim Tierarzt. Dein Tierarzt kann den Zustand der Zähne und des Zahnfleischs professionell überprüfen und Dir Empfehlungen für die weitere Pflege geben. Je früher Du damit beginnst, desto besser!

  1. Verwende spezielle Hundezahnbürsten und -zahnpasten

Normale Produkte für Menschen können für Hunde schädlich sein. Entscheide Dich für spezielle Hundezahnbürsten und -zahnpasten, die auf die Bedürfnisse Deines Vierbeiners zugeschnitten sind. Diese helfen effektiv bei der Entfernung von Plaque und halten das Gebiss sauber.

  1. Führe Deinen Hund langsam ans Bürsten heran

Wenn Dein Hund das Bürsten nicht gewohnt ist, gehe behutsam vor. Beginne mit kurzen, spielerischen Bürst-Sitzungen, und belohne ihn danach mit Lob und gesunden Leckerlis. Eine positive Erfahrung wird ihn dazu ermutigen, sich wohler zu fühlen.

  1. Nutze Kauspielzeug und spezielle Leckerlis

Es gibt spezielle Kauspielzeuge, die nicht nur für Unterhaltung sorgen, sondern auch dabei helfen, Zahnstein zu entfernen und die Zähne zu reinigen, während Dein Hund darauf herumkaut. Ebenso gibt es Leckerlis, die speziell entwickelt wurden, um die Zahngesundheit zu unterstützen.

  1. Gewöhne Deinen Hund an Berührungen im Mundbereich

Beginne bereits im jungen Alter damit, Deinen Hund an Berührungen im Mundbereich zu gewöhnen. Massiere sanft sein Zahnfleisch und die Zähne. Diese Gewöhnung wird die Zahnpflege später erleichtern.

  1. Achte auf die Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich auch auf die Zahngesundheit aus. Trockenfutter kann dazu beitragen, Plaque zu entfernen, während zu viel Nassfutter an den Zähnen haften bleiben kann.

  1. Professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt

In manchen Fällen ist eine professionelle Zahnreinigung notwendig, um hartnäckigen Zahnstein zu entfernen. Dein Tierarzt kann dies unter Narkose durchführen und sicherstellen, dass das Gebiss Deines Hundes in optimalem Zustand ist.

 

Gut zu wissen!

Für die Zahnpflege eignet sich auch Hunde Dentalspray. Dabei handelt es sich um ein spezielles Produkt zur Mundhygiene, das entwickelt wurde, um die Zähne und das Zahnfleisch von Hunden zu pflegen. Es eignet sich insbesondere, wenn das Bürsten der Zähne schwierig ist.

 

Zahnpflege beim Welpen: darauf solltest Du achten

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Familienmitglied! Welpen bringen nicht nur Freude, sondern auch eine Menge Verantwortung mit sich. Eine wichtige Aufgabe ist die richtige Zahnpflege von Anfang an. Welpen entwickeln zwar irgendwann ein erwachsenes Gebiss, aber die Pflege der Milchzähne ist genauso entscheidend. Hier sind einige Tipps, die Dir dabei helfen, die Zahngesundheit Deines Welpen von klein auf zu fördern:

  • Beginne frühzeitig: Die ersten Milchzähne Deines Welpen brechen in der Regel im Alter von etwa drei Wochen durch. Dies ist der ideale Zeitpunkt, um mit der Gewöhnung an Berührungen im Mundbereich zu beginnen. Streichele sanft sein Zahnfleisch und die Zähne, damit er sich daran gewöhnt.
  • Verwende spezielle Welpenzahnbürsten: Spezielle Welpenzahnbürsten sind kleiner und zarter, um die empfindlichen Zähne Deines Welpen zu schützen. Wähle eine weiche Bürste und eine zahngesunde Paste für Welpen, um die Reinigung angenehm zu gestalten.
  • Einführung in die Zahnpflege: Wenn Dein Welpe etwa 12 Wochen alt ist, beginne mit der sanften Zahnbürstenroutine. Du musst nicht sofort mit einer kompletten Reinigung beginnen. Starte mit kurzen Sitzungen, um Deinem Welpen Zeit zu geben, sich daran zu gewöhnen.
  • Achte auf die Ernährung: Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Zahngesundheit. Wähle qualitativ hochwertiges Welpenfutter, das die Kiefergesundheit unterstützt. Trockenfutter kann ebenfalls dazu beitragen, Plaque zu reduzieren.
  • Regelmäßige Kontrollen: Halte regelmäßige Termine beim Tierarzt ein, um die Entwicklung des Gebisses Deines Welpen zu überwachen. Dein Tierarzt kann frühzeitig auf Probleme hinweisen und Dir Tipps für die Pflege geben.

Denk daran: Die Pflege der Zähne legt den Grundstein für ein gesundes Hundegebiss im Erwachsenenalter.

 

Woran erkenne ich gepflegte Zähne beim Hund?

Gepflegte Zähne bei Hunden zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sauberkeit: Gepflegte Zähne sind frei von sichtbarem Zahnbelag (Plaque).
  • Kein Zahnstein: Es gibt keine gelblich-braunen Ablagerungen auf den Zähnen, die auf Zahnstein hinweisen.
  • Rosa Zahnfleisch: Das Zahnfleisch ist rosig, gesund und umgibt den Zahn fest.
  • Keine Entzündungen: Es gibt keine Anzeichen von Zahnfleischentzündungen oder -schwellungen.
  • Frischer Atem: Gepflegte Zähne gehen oft mit einem frischen Atem einher, da Bakterien und Gerüche kontrolliert werden.
  • Keine Schmerzen: Ein Hund mit gepflegten Zähnen zeigt keine Anzeichen von Schmerzen beim Essen oder Spielen.
  • Keine lockenden Zähne: Gepflegte Zähne sitzen fest im Kiefer, ohne sichtbare Lockerung.
  • Natürliche Farbe: Die Zähne haben eine natürliche, gleichmäßige Farbe, ohne Verfärbungen oder Flecken.
  • Gesunde Zahnform: Die Zähne sind nicht abgebrochen oder beschädigt.
  • Optimaler Biss: Ein korrekter Biss gewährleistet eine effektive Nahrungsaufnahme.
  • Keine sichtbaren Anzeichen von Krankheiten: Gepflegte Zähne zeigen keine Anzeichen von oralen Krankheiten wie Geschwüre, Wucherungen oder Verletzungen.

 

Pfote drauf! Alles Gute wünscht Dir und Deinem Hund das Petsana-Team!

Zahnpflege Hund Infografik

Über die Autorin: Magdalena

Magdalena Meisel

Magdalena Meisel ist Tierheilpraktikerin und ausgebildete Hunde-Osteopathin. In in ihrer Freizeit verbringt sie gerne viel Zeit mit Ihrer Hündin Luna. Luna ist an Arthrose erkrankt, führt dennoch ein unbeschwertes und glückliches Hundeleben. Bei Petsana ist Magdalena für die Inhalte des Blogs und die Produktenwicklung verantwortlich. 

 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Zahnpflege beim Hund

1. Warum ist die Zahnpflege beim Hund wichtig?

Die Zahnpflege beim Hund ist nicht nur für ein strahlendes Lächeln wichtig, sondern auch für seine Gesundheit. Vernachlässigte Zahnpflege kann zu Zahnstein, Zahnfleischerkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Eine gute Zahngesundheit unterstützt auch die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden.

2. Ab wann sollte ich mit der Zahnpflege beginnen?

Es ist ratsam, frühzeitig mit der Gewöhnung Deines Hundes an Berührungen im Mundbereich zu beginnen. Dies kann bereits im Welpenalter geschehen. Die eigentliche Zahnpflege mit Bürste und Paste kann beginnen, sobald die ersten Milchzähne durchbrechen.

3. Kann ich normale Zahnbürsten und Zahnpasta verwenden?

Nein, normale Zahnbürsten und Zahnpasta für Menschen sind für Hunde nicht geeignet. Verwende spezielle Hundezahnbürsten und -zahnpasten, die auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt sind.

4. Wie gewöhne ich meinen Hund ans Zähneputzen?

Beginne langsam, indem Du Deinen Hund an Berührungen im Mundbereich gewöhnst. Verwende Leckerlis und positive Verstärkung, um das Zähneputzen schrittweise einzuführen. Starte mit kurzen Sitzungen und erhöhe die Dauer allmählich.

5. Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Zahngesundheit?

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Trockenfutter kann dazu beitragen, Plaque zu reduzieren. Spezielle zahngesunde Leckerlis und Spielzeuge können ebenfalls zur Zahnpflege beitragen.

6. Wie oft sollte ich die Zähne meines Hundes putzen?

Idealerweise solltest Du die Zähne Deines Hundes täglich putzen. Wenn das nicht möglich ist, versuche es zumindest mehrmals pro Woche. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zur Effektivität.

7. Braucht jeder Hund eine professionelle Zahnreinigung?

Nicht unbedingt. Bei manchen Hunden ist eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt aufgrund von hartnäckigem Zahnstein notwendig. Dein Tierarzt kann entscheiden, ob eine solche Behandlung erforderlich ist.

8. Kann ich meinem Hund Kauspielzeug geben, um die Zähne zu reinigen?

Ja, spezielle Kauspielzeuge können zur Zahnpflege beitragen. Sie können Zahnstein entfernen und die Zähne reinigen, während Dein Hund darauf herumkaut.

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